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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Bürstadt, Riedrode und Bobstadt:
Ich freue mich, Sie auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen.

Informieren Sie sich auf meiner Website über meine Person, meine Ziele und meine Motivation sowie über aktuelle Termine. Fest verwurzelt mit meiner Heimatstadt Bürstadt und mit meiner Begeisterung und meiner Energie werde ich mich auch weiterhin für unsere Stadt einbringen.

Schreiben Sie mir Ihre Wünsche, Vorstellungen oder Verbesserungsvorschläge zu aktuellen Problemen: so helfen Sie mit, unsere Heimatstadt l(i)ebenswert zu gestalten.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen hier im Internet oder auf eine persönliche Begegnung in Bürstadt, Riedrode oder Bobstadt.

Ihre Bärbel Schader

 

Mit Courage und Ausdauer in die zweite Amtszeit

Im Folgenden lesen Sie meine Antrittsrede als Bürgermeisterin zum Start der zweiten Amtsperiode. Diese Rede habe ich zur Amtseinführung im Rahmen der öffentlichen Stadtverordnetenversammlung am 26.06.2019 im Bürgerhaus Bürstadt gehalten.

Auf den Tag genau vor 6 Jahren stand ich hier, um in meine erste Amtszeit als Bürgermeisterin dieser wunderbaren Stadt zu starten. Eine Aufgabe, die ich mit dem nötigen Respekt, der gebotenen Demut, vor allem aber auch voller Selbstvertrauen, mit Mut, Kompetenz und hoher Leidenschaft für unsere Stadt und die Anliegen der Menschen angenommen habe. Heute stelle ich fest, dass ich gemeinsam mit Ihnen in den zurückliegenden sechs Jahren unsere Stadt weiterentwickeln konnte! Voller Dankbarkeit und mit hoher Motivation starte ich deshalb in meine zweite Amtszeit. Mein Dank gilt den Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen für eine zweite Amtszeit geschenkt sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die mich in den vergangenen Wochen so engagiert unterstützt haben. Und nicht zuletzt möchte ich meiner Familie meine tiefe Verbundenheit ausdrücken. Sie war es, die mir den Rücken freihielt, mir Kraft gab und immer für mich da war, obgleich ich schon während meiner ersten Amtsperiode viel zu wenig Zeit für sie hatte.

Ein Fußballspiel geht immer dann in die Verlängerung, wenn noch nichts entschieden ist, keine entscheidenden Treffer markiert wurden. Alle warten auf das spielentscheidende Tor. Hier in unserer Stadt ist das anders. Wir haben in den vergangenen Jahren trotz Haushalts-Engpässen sehr viele Treffer erzielt, damit jede Menge erreicht und einige Projekte dank Beharrlichkeit, Kreativität und des erhaltenen Fördergeldes auf den Weg bringen können. Nun lässt sich aber die Umsetzungsphase eines Projekts nicht immer mit der Amtszeit eines Bürgermeisters synchronisieren. Und dann heißt es oft sehr pauschal: „Na ja, der ist eben auch nur ein Politiker. Die reden viel – und es geschieht nichts.“ Insofern freue ich mich sehr, dass mich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in eine Verlängerung geschickt hat. Ich werde sie nutzen, um gemeinsam mit Ihnen liebe Parlamentarier das, was wir in meiner ersten Amtszeit angestoßen haben, erfolgreich weiterzuführen. Aber natürlich stehen auch wir vor neuen Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem: Umsetzung des Förderprogramms „Soziale gesunde Stadt“; mit dem Bildungs- und Sportcampus; das Obdachlosenkonzept und die Bereinigung der Missstände in der Görlitzer Straße, Schaffung von Wohnraum auf dem OLI-Gelände; Raiffeisenhallen, Radnetzausbau, Umgestaltung Nibelungenstraße um nur einiges aufzuzählen.

Als ich vor 6 Jahren hier an dieser Stelle meine Antrittsrede hielt, hatte ich nur eine wage Vorstellung davon, was da wohl auf mich zukommen wird. Auch zu Beginn meiner neuen Amtszeit ist es nicht im Detail abzuschätzen, was in den nächsten Jahren auf mich und uns zukommt. Wir stehen vor enormen gesellschaftlichen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen und nicht nur deshalb gehe ich mit hoher Sensibilität, großer Aufmerksamkeit aber auch einer angemessenen Gelassenheit in diese Verlängerung. Warum denn das, werden Sie sich vielleicht fragen. Kommt da eine Routine auf? Nein! Routine wäre fatal. Sie hat meist eine nachlassende Achtsamkeit zur Folge. Nicht umsonst gibt es unter Piloten diesen geflügelten Satz: „Die Routine ist der Feind der Professionalität.“ Was für die Luftfahrt gilt, trifft auf alle anderen Arbeitsebenen zu – also auch auf das Amt des Bürgermeisters.

Nein, ich trete meine zweite Amtszeit deshalb gelassener an, weil ich um den Rückenwind weiß, der mir zuteilwird. In den vergangenen Jahren habe ich gespürt, dass ich in meiner Arbeit von einem erfahrenen und engagierten Team in der Verwaltung unterstützt werde, ich mich auf liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung verlassen kann. Ich freue mich auf eine Fortsetzung unserer Zusammenarbeit und bin froh und glücklich, Teil dieses kompetenten Teams zu sein. Wir haben motivierte Mitarbeiter, die sich den Herausforderungen der veränderten Verwaltung stellen und mit mir gemeinsam an der Optimierung der Prozesse arbeiten. Das Online-Zugangsgesetz stellt zum Beispiel eine solch große Herausforderung dar… So werden wir gemeinsam in den nächsten Jahren das Angebot „Rathaus online“ –weiter ausbauen, um den Bürgerinnen und Bürgern einen einfachen und zeitsparenden Umgang mit der kommunalen Verwaltung zu ermöglichen. Zudem möchte ich die Kolleginnen und Kollegen im Rathaus von einigen einengenden Alltagsarbeiten befreien. Und nicht zuletzt trägt „Rathaus online“ auch zur Transparenz bei. Sich gerade mit Blick auf die Kommunikation modern aufzustellen ist unerlässlich. Wir verlassen uns dabei aber nicht nur auf die Wirkkraft der digitalen Kanäle und ihre immer größer werdende Reichweite. Wir wissen um Fluch und Segen dieser Plattformen und deshalb gilt es, intelligente Konzepte zu finden, um seinen Aufgaben als Stadt auch dort gerecht zu werden. Digitalisierung ist aber auch auf dieser Ebene kein Selbstzweck. Und deshalb flüchten wir nicht in eine virtuelle Welt. Wir stellen uns in der realen. „Bürgerdialog“ heißt dabei das Zauberwort. Ansprechbar sein für die Probleme, die Menschen ernst nehmen, ihre Sorgen und Nöte aufnehmen und sich kümmern. Wir müssen die Menschen teilhaben lassen an der Entwicklung unserer Stadt. In unserem Mikrokosmos spielen all die kleinen und großen Probleme eine Rolle, vor die unsere moderne Gesellschaft gestellt ist. Gerade die Entwicklung Bürstadts zur gesunden Stadt ermöglicht unterschiedliche Formen der Teilhabe. des aktiven Mitwirkens. Wir sind auf dem Weg … und wir müssen achtsam sein, sensibel im Umgang miteinander, offen und transparent, um gemeinsame Lösungen zu finden für eine Welt, in der wir uns nach unseren Wertevorstellungen bewegen können und in der wir uns miteinander wohlfühlen.

In den vergangenen Tagen wurde ich häufig gefragt, was ich denn in der zweiten Amtszeit anders machen werde als in der ersten? Natürlich könnte ich mit Allgemeinplätzen antworten. Aber das liegt mir nicht. Jede Amtszeit birgt für jemanden, der Verantwortung trägt, ganz neue, ganz unterschiedliche Herausforderungen. Und die erfordern angemessene Reaktionen – und kein Handeln nach Schema F. Nur so viel: Ich will authentisch bleiben. Verwurzelt mit meiner Heimatstadt und der Region, in der wir leben. Denn wer verwurzelt ist, hebt nicht ab. Ehrlich getragen von Optimismus, Kreativität, Elan und Freude bin ich hoch motiviert, und es macht mir Freude gemeinsam im Team die Zukunft unserer Stadt, unsere Heimat und damit unsere Gemeinschaft zu entwickeln, zu gestalten und umzusetzen. Ich treffe meine Entscheidungen und stelle mich jeder ernsthaften, aufrichtig vorgetragenen, konstruktiven Kritik. Ich nutze Erfahrungen, um mich und diese Stadt beharrlich und mit Augenmaß weiterzuentwickeln.

„Courage ist gut. Ausdauer ist besser“, schrieb Theodor Fontane. Häufig braucht man Courage, um Fördermittel zu bekommen. Wem aber der lange Atem fehlt, um Durchgesetztes auch umzusetzen – der sollte sich nicht um das Amt eines Bürgermeisters bewerben. Daher wiederhole ich: Ich will in meiner zweiten Amtszeit das erfolgreich zum Abschluss bringen, was wir gemeinsam bereits angestoßen haben. Ich starte mit Courage und Ausdauer in meine zweite, spannende Amtszeit als Bürgermeisterin unserer schönen Stadt. In diesem Sinn lade ich alle ein: Machen wir uns gemeinsam auf den Weg zur gesunden Stadt.